Meet & Eat: Herzlichen Dank an die Stadtsparkasse Mönchengladbach

Pressenotiz der Rheinischen Post vom 9. Mai 2018: "Meet&Eat": Wie Essen Fremde zu Freunden werden lässt

Wir danken der Stadtsparkasse Mönchengladbach für die Unterstützung unseres Projektes „Meet&Eat“ durch eine Spende von 1000 Euro.

Auch die Rheinische Post berichtete mit dem Artikel „Meet&Eat“: Wie Essen Fremde zu Freunden werden lässt wieder über unser Projekt.

Deutsche Küche mit einem französischen Akzent am 13.04.2018

Heute wurde wieder einmal ein Gericht aus der deutschen Küche gekocht. Für diesen Abend konnten wir Jean-Luc, ein Koch mit französischen Wurzeln, gewinnen. Es gab Rinderrouladen mit Ratatouille mit Kartoffelrösti und als Beilage ein grüner gemischter Salat mit Joghurt-Dressing. Als Dessert gab es typisch französische Crêpes Suzettes mit Vanilleeis.  Unter fachkundiger Leitung von Jean-Luc haben wir das Gericht zubereitet. Wir waren begeistert!

 

Malduma – ein syrischer Auflauf

In den vergangenen Monaten durften wir schon die verschiedensten Gerichte aus aller Herren Länder kennenlernen. So auch Malduma, einen syrischen Auflauf mit Paprika, Rinderhackfleisch, Auberginen, Kartoffeln, Tomaten und Zwiebeln. Abdu und seine Frau Ruba haben dieses Rezept ausgesucht und waren für die Zubereitung zuständig. Unter ihrer Anleitung wurde kräftig geschnippelt, angebraten und später in die Form geschichtet.

So manches Mal erlebt man an diesen Kochabenden Überraschungen. So auch an diesem Abend. Auf der Einkaufsliste standen 3 kg Rindfleisch und so haben wir ein schönes Stück zartes Rindfleisch für die Malduma eingekauft. Abdu und Ruba waren mit unserem Einkauf nicht zufrieden, da sie für ihr Gericht Rinderhackfleisch benötigten. Leider gab es in unserer Küche keinen Fleischwolf, aber das war kein Problem. Alle Teilnehmer griffen zu den Messern und so entstand aus unserem Rinderbraten in mühevoller Arbeit Hackfleisch. Wir haben den ganzen Abend gelacht! Aber auf jeden Fall wissen nun alle, dass wenn man Hackfleisch für sein Gericht braucht, auch Hackfleisch auf die Einkaufsliste schreiben muss.

Es hat köstlich geschmeckt!

TSOUREKI – Rezept für ein griechisches Osterbrot à la Olga Niomanaki

Am letzten Kochabend hat uns Zoe ein Rezept von ihrer Mutter für ein griechisches Osterbrot mitgebracht. Es wurde geknetet, gebacken und anschließend probiert. Durch das Gewürz Mahlep und den Orangensaft erhält dieses Weißbrot einen ganz tollen Geschmack. Super! Danke für dieses tolle Rezept!

Für alle, die das Brot einmal backen möchten, kommt hier das Rezept:

TSOUREKI – Griechisches Osterbrot á la Olga Niomanaki

Zutaten:

2 Würfel Hefe

250 ml Milch

250 g Zucker

1 Kg Mehl

3 Eier

100 ml frischer Orangensaft (selbst gepresst)

1/2 EL Mahlep frisch gemahlen

100 g geschmolzene Butter

Sesamsamen und Mandelsplitter zur Dekoration

 

Zubereitung

Einen Vorteig aus Mehl, Milch, Zucker und Hefe (bitte vorher zerbröseln) zubereiten und abgedeckt aufgehen lassen, bis der Teig sichtbar vergrößert ist. Dann die Eier, mit Ausnahme eines Eigelbes, und den Orangensaft in einer anderen Schüssel mit dem Schneebesen vermengen, zum Vorteig dazugeben und alles zu einem glatten Teig kneten. Diesen Teig Ober-/Unterhitze: etwa 180°C Heißluft: etwa 160°C auf einem mit Mehl bestäubten Brett, unter Zugabe der fast ganzen geschmolzenen Butter, verarbeiten. Wenn der Teig sehr glatt ist, diesen in ein großes, gebuttertes Gefäß legen und leicht mit der restlichen geschmolzenen Butter bestreichen. Mit einem Tuch abdecken und an einen warmen Ort ruhen lassen, bis sich das Volumen erneut vergrößert hat (mindestens 30 Minuten). Nun das Blech mit Backpapier belegen und den Backofen vorheizen:

Ober/Unterhitze 180°C / Heißluft 160°C Mehl in eine Rührschüssel geben. Hefe daraufbröckeln. Übrige Zutaten hinzufügen und alles mit einem Mixer (Knethaken) kurz auf niedrigster Stufe verrühren, dann auf höchster Stufe in etwa 5 Min. zu einem glatten Teig verarbeiten. Teig zugedeckt an einem warmen Ort so lange gehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert hat. Blech mit Backpapier belegen. Backofen vorheizen. Mehl in eine Rührschüssel geben. Hefe daraufbröckeln. Übrige Zutaten hinzufügen und alles mit einem Mixer (Knethaken) kurz auf niedrigster Stufe verrühren, dann auf höchster Stufe in etwa 5 Min. zu einem glatten Teig verarbeiten. Teig zugedeckt an einem warmen Ort so lange gehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert hat. Blech mit Backpapier belegen. Backofen vorheizen.
Den aufgegangenen Teig wieder auf eine mit Mehl bestreute Fläche zu einer Teigrolle von 2 cm Dicke drehen. Die Teigrolle dritteln und einen losen Zopf flechten. Den Zopf auf das Backblech legen und noch einmal ca. 30 Minuten gehen lassen. Wenn man es ganz traditionell machen möchte, dann positioniert man jetzt ein oder mehrere hartgekochte gefärbte (in Griechenland immer rote) Eier mittig auf den Zopf. Den fertigen Zopf mit Eigelb bestreichen, Sesamsamen und Mandelsplitter aufstreuen und im Ofen bei mäßiger Hitze 25-30 Minuten backen.

 

Was ist „Mahlep“:

Die Felsenkirsche ist eine in Südeuropa und im vorderen Asien beheimatete Wildkirschenart, deren Kerne zur Zubereitung zahlreicher orientalischer Süßspeisen verwendet werden. Mahlep schmeckt nussig und erinnert etwas an Mandeln. Das Aroma ist aber deutlich süßer.
Mahlep ist die geschmacksdominierende Komponente des griechischen Hefezopfes Tsoureki, der typischerweise zur Osterzeit zubereitet wird.

 

„Meet & Eat“ hatte Besuch aus der Partnerstadt Roermond

„Meet & Eat“ hatte netten Besuch aus der Partnerstadt Roermond. An diesem Abend haben wir natürlich nur niederländische Speisen zubereitet. Unsere Gäste hatten tolle Brot- und Kuchenrezepte mitgebracht, die auch direkt ausprobiert und verspeist wurden. Folgende Gerichte wurden an dem Abend gekocht oder gebacken und natürlich gemeinsam verspeist:

  • Domburger Zwiebelsuppe
  • Gnocchi-Pfanne mit Rosenkohl
  • Hemelse Modder „Chocolate Mousse“
  • Tutti-Frutti-Brot
  • Schwarzbrot
  • Greumelkeskook
  • tropische verassing in Kokos

Es hat allen super geschmeckt und die Stimmung  war toll. In der Küche ging es sehr turbulent zu und es wurde viel gelacht. Unsere niederländischen Gäste waren überrascht, wie offen und interessiert alle Teilnehmer waren. Berührungsängste und Sprachprobleme gab es keine.

Danke für euren Besuch Carin, Anneliese, Finy und Jettie.

Auftaktveranstaltung „Meet & Eat“ – ein interkulturelles Kochprojekt

Am 19.01.2018 fand die offizielle Auftaktveranstaltung für unser Projekt „Meet & Eat“ – ein interkulturelles Kochprojekt statt. Die Teilnehmer hatten bereits an drei Abenden zusammen gekocht und sich näher kennengelernt.  So konnte man sich als Gruppe finden und Vertrauen aufbauen. Gestärkt und gefestigt freuten sich alle auf die Auftaktveranstaltung und so konnte man sich auf die offiziellen Gäste einlassen. Als offizielle Gäste konnten wir an diesem Abend den Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners, den Vorstand des RehaVereins Mönchengladbach, Herr Schax und Frau Rudat, und Medienvertreter begrüßen. Natürlich waren auch unsere Kooperationspartner die Fotokünstler Anna Link und Daniel Kress, Stephanie Jansen vom RehaVerein Mönchengladbach und die in der Flüchtlingsarbeit erfahrene Sozialarbeiterin Zoe Niomanaki, Konzeptorin des Projektes „allRHEYDT-cooking“, dabei. Bei kulinarischen Köstlichkeiten, die die Teilnehmer für die Gäste vorbereitet hatten, kam man schnell ins Gespräch. Ganz besonders hat uns gefreut, dass der Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners so viel Zeit für seinen Besuch eingeplant hatte. Er führte intensive Gespräche mit allen Teilnehmern und man konnte große Freude bei den Unterhaltungen mit den den Geflüchteten bemerken. Es war ein nachhaltiges Highlight für die Geflüchteten den Oberbürgermeister persönlich kennenzulernen und die jüngsten Teilnehmer nutzen die Gelegenheit, Selfies mit dem Oberbürgermeister zu machen.

Fotos:  Link & Kress www.linkundkress.de

 

Rezept Halawet el Jibn – süße Mozzarella-Röllchen

Nachdem wir schon so oft nach dem Rezept für die süßen Mozzarella-Röllchen gefragt wurden, stellen wir das Rezept von Abla auf unserer Website zur Verfügung. Halawet el Jibn ist ein syrischer Nachtisch, der in Syrien gerne zu besonderen Gelegenheiten oder Festen zubereitet wird.

Wir wünschen viel Spaß und Erfolg beim Zubereiten!

Zutaten:
 
Für den Zucker-Sirup:
 
2 Gläser Zucker (Wasserglas ca. 150 ml)
1 Glas Wasser
1-2 EL Orangenblütenwasser
1 Spritzer Zitronensaft
 
Für den Teig:
 
4 große Kugeln Mozzarella
1 Glas Weichweizengrieß
2 Gläser Wasser
1 Glas Zucker
 
Für die Füllung:
 
2 Dosen Ashta-Cream (gibt es in türkischen Lebensmittelläden)
 
Zubereitung:
 
Zuerst wird der Zucker-Sirup zubereitet. Dafür das Wasser und den Zucker zum Kochen bringen und rühren bis der Zucker komplett aufgelöst ist. Dann den Zitronensaft und das Orangenblütenwasser dazugeben und noch leicht köcheln lassen bis ein dickflüssiger Sirup entstanden ist.  Sirup abkühlen lassen.
 
Für den Teig schneidet man zuerst den Mozzarella in kleine Stücke. Dann bringt man das Wasser mit dem Zucker zum Kochen und läßt den Grieß einrieseln. Das Ganze noch einmal kurz aufkochen lassen und dann den kleingeschnittenen Mozzarella dazugeben. Unter ständigem Rühren mit einem Holzkochlöffel auf kleiner Flamme verbinden lassen. Beim Rühren wird der Teig mit einem Holzlöffel aus dem Topf gezogen. Vorsicht: der Teig brennt sehr schnell an. Diesen Teig dann für eine Nacht im Kühlschrank kalt stellen.
 
Am nächsten Tag den Zucker-Sirup (etwas Zucker-Sirup für die fertigen Röllchen übrig lassen) auf der Arbeitsfläche großzügig verstreichen und den Teig darauf geben. Mit den Händen wird der Teig dünn auf dem Zucker-Sirup zu einem Rechteck verstrichen. Dann streicht man die Ashta-Cream im Abstand von ca. 4 cm von der Teigkante längs auf den Teig und schlägt das Teigende darüber und drückt den Teig gut fest. Mit einem scharfen Messer schneidet man den Teig längs ab. Aus der entstandenen Teigrolle schneidet man dann Röllchen von 3-5 cm Länge.  Mit dem restlichen Teig und der Ashta-Cream ebenso verfahren. 
 
Alle Röllchen mit dem restlichen Zucker-Sirup bestreichen und mit Mandelstiften oder gehackter Pistazie verzieren. 
 

„Meet&Eat“ – Unsere Kooperationspartner

Anna E. Link (*1968) studierte an der Staatlichen Kunstakademie Münster (Ernennung zur Meisterschülerin 1995, Diplom 1997) und arbeitet heute als freischaffende Künstlerin und Kunstpädagogin. Marc-Daniel Kress (*1969) studierte Kommunikationswissenschaft an der Universität Duisburg-Essen (Magister Artium 1999) und arbeitet heute als freischaffender Künstler, Fotograf und Designer.